Songwriter Albert Hammond begeisterte im Zirkuszelt in Pielmühle. Der Star ging im Konzert auf Tuchfühlung zu seinen Fans.
Von Josef Dummer, MZ

Lappersdorf.Ein Weltstar in Lappersdorf – daran muss man sich allmählich gewöhnen: Wie bereits im Vorjahr war die musikalische Legende Albert Hammond wieder Stargast beim Lappersdorfer Zeltfestival. Einen Welthit nach dem andern sang Hammond im nicht ganz voll besetzten Zirkuszelt in Lappersdorf-Pielmühle. Festivalveranstalter Alex Bolland war beim Auftritt von Albert Hammond im letzten Jahr so begeistert, dass er den Songwriter gleich noch einmal ins Zirkuszelt nach Lappersdorf holte.

Wer die Jugend nach dem Künstler Albert Hammond fragt, erhält meist nur fragendes Staunen. Werden jedoch dann Lieder aus seinen über 30 von ihm geschriebenen Welthits gespielt, die unter anderem von Größen wie Tina Turner, Joe Cocker, Julio Iglesias oder Whitney Houston interpretiert wurden, kommt schnell die Antwort: „Den Titel kenn ich, das Lied kenn ich auch, und das auch“. So war es beim Auftritt am Sonntagabend, als der sympathische und keineswegs abgehoben wirkende Weltstar Hit an Hit reihte, darunter gleich zu Beginn „Everything I want to do“ aus dem Jahr 1974, und daraufhin vom insgesamt altersmäßig gemischten Publikum schon mit stehenden Ovationen empfangen wurde. Ab sofort wurde geschunkelt, gesungen und getanzt zu Hits wie „These are the good old Days“, „Freedom come, Freedom go“ oder zu „You’re Such A Good Looking Woman“.

Albert Hammond waren seine 71 Jahre nicht anzumerken, als er zu seinen Liedern auf der Bühne tanzte und hüpfte wie ein Junger. Dass der Weltstar den Kontakt zum Publikum ebenso sucht, und während eines Liedes händeschüttelnd durch die Reihen ging, dabei besonders die Rollstuhlfahrer unter den Besuchern einbezog, brachte ihm weitere Sympathiepunkte. Dazwischen amüsierte Hammond (auf Englisch) mit heiteren Anekdoten aus seinem 50-jährigen Künstlerleben mit 360 Millionen verkauften Tonträgern. Schnell war ebenso festzustellen: Dieser Mann kann nicht nur Welthits schreiben, er kann diese auch selbst interpretieren. Und als Albert Hammond zum Höhepunkt des Abends den von ihm geschriebenen und von Whitney Houston zum Welthit gemachten Titel „One Moment in Time“ anstimmte, dem sein absoluter und wohl bekanntester Hit „It Never Rains In Southern California“ folgte, hielt es das Publikum nicht mehr auf den Sitzen .

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