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Albert Hammond und Rhonda Dorsey eröffneten am Montag das grosse Tennisturnier «Swiss Indoors» in der St. Jakobshalle. Die Mischung aus musikalischen Hits und fesselnden Spielen ergab auch dieses Jahr wieder wahrlich einen «Super Monday».

In gut einer Stunde erwartet sie hier auf dem Centre-Court Spaniens Exportschlager Rafael Nadal. Ein Mann, der mit links den Takt angibt, der bereits 14 Grand-Slam-Titel auf seinem Konto hat und während 141 Wochen die Weltrangliste anführte», sagte Roger Brennwald an der gestrigen Rede zur Eröffnung «seiner» Swiss Indoors. So schnell, wie sich die Halle füllte, so rasch stieg auch die Vorfreude. Das Christoph Walter Orchester eröffnete den Abend mit einer Mischung aus Folk, Pop und Jazz und fesselte so die Zuschauer bis zur Begrüssungsrede.

Der Mix aus Musik und Tennis hat Tradition am Eröffnungstag des Höhepunkts des Tennissports in der Schweiz. Am gestrigen Abend erwartete die Zuschauer ein Weltstar: «Musiker haben kein ATP Ranking. Sie sind Künstler mit einem feinen Strich. Von unserem heutigen Stargast heisst es, seine musikalischen Werke seien die Stenografie der Gefühle», sagte Brennwald, kurz, bevor er Albert Hammond dann endlich auf die Bühne bat. «Wir laden Sie nun ein zu einer Weltpremiere.»

Hits im Schnelldurchlauf

Albert Hammond eröffnete sein Konzert mit seinem Hit «Down by the River». Mit seiner charmanten Art gelang es ihm, die Herzen der Zuschauer für sich zu gewinnen und stand selbstbewusst auf der Bühne, als hätte er in den Stunden zuvor nichts anderes getan.

Während des ganzen Konzertes wurde er vom Christoph Walter Orchester begleitet. Kaum war der erste Song fertig, folgte auch schon «I’m a Train», den er 1974 veröffentlichte. Der Wechsel war kurz und knackig – so auch der Applaus der Zuschauerinnen und Zuschauer. Wer hier nicht aufpasste, merkte wahrscheinlich gar nicht, dass bereits sein dritter Song «The Free Electric Band» gespielt wurde.

«Es ist für mich eine Ehre, hier beim Super Monday dabei sein zu dürfen. Ich war zuvor noch nie in Basel, aber ich finde es hier sehr schön. Es gefällt mir», sagte Hammond in einer kurzen Verschnaufpause. Mit seinem erfolgreichsten Song «It Never Rains In Southern California» beendete er seine Hit-Reihe.

Hammond präsentierte an diesem Abend auch andere Songs, die er unter anderem für Tina Turner («I Don’t Wanna Lose You»), Julia Iglesias («To All the Girls I’ve Loved Before»), Céline Dion («When I Need You»), Diana Ross («When You Tell Me That You Love Me») und Joe Cocker («Don’t You Love Me Anymore») schrieb.
Der Höhepunkt des Konzert folgte mit seinem letzten Song «One Moment In Time», der auch bei den Zuschauern, die bereits wieder ans Essen dachten, für Gänsehaut sorgte.

Turnierdirektor Roger Brennwald führte vor sieben Jahren den «Super Monday» ein. Um mit der diesjährigen Spielerliste mithalten zu können, musste er auch musikalisch eine Top-Leistung bringen. Die Schweiz schickt nämlich dieses Jahr zwei Spieler aus den Top vier der Weltrangliste ins Rennen.
Wer beim Spielplan genauer hinschaut merkt, dass der 100-Millionen-Umbau der gealterten St. Jakobshalle keinen negativen Einfluss auf die Qualität des Teilnehmerfeldes hatte. Roger Brennwald und seine Crew lotsen Jahr für Jahr Topspieler nach Basel. So hoch wie in diesem Jahr war die Leistungsdichte in der 45-jährigen Turniergeschichte aber noch nie.
Gestern Abend gab Rafael Nadal nach dem Eröffnungskonzert den Takt an und eröffnete das Turnier offiziell um 18.30 Uhr auch sportlich. Roger Federer bestreitet sein Erstrundenspiel heute Dienstag und Stan Wawrinka steht am Mittwoch zum ersten Mal im Einsatz.